Aussaat mit Erdpresse

Aussaat mit Erdpresse

Mini-Wurzelballen bieten viele Vorteile

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 20. November 2025  durch Olivier 4 min.

Eine Erdtopfpresse formt Mini- und Mikrotöpfe. Die kleinen Töpfe bestehen aus gepresster Blumenerde oder Kompost und nehmen einen Samen auf. So wachsen Gemüse- oder Blumensamen ohne Topf oder Anzuchttopf in ihrem eigenen Erdtopf. Das Verfahren ist schnell, günstig und umweltfreundlich – ideal für den Bio-Gemüsegarten und die Permakultur. Außerdem entwickelt die Pflanze ein gesundes Wurzelsystem und erleidet beim Umpflanzen weniger Stress.

Schwierigkeit

Was ist ein Erdpressgerät?

Mit einem Erdpressgerät lassen sich kleine, quadratische Pflanzblöcke aus komprimierter Blumenerde herstellen. Das inzwischen im Gartenfachhandel erhältliche Gartengerät funktioniert wie ein federbelasteter Kolben. Es formt einen oder mehrere verdichtete Pflanzblöcke mit einer Vertiefung in der Mitte für den Samen. Dazu wird das Gerät mit Blumenerde gefüllt und die Feder betätigt. Schon ist der Pflanzblock fertig und kann besät werden.

Erdpressgeräte gibt es aus Kunststoff oder verzinktem Stahl (langlebiger und deutlich stabiler). Erhältlich sind Einzelgeräte für einen Pflanzblock sowie Modelle für 4, 5, 6, 12 oder mehr Blöcke gleichzeitig. Für kleine Gemüsegärten eignet sich ein Erdpressgerät für 6 Blöcke: Es ist schnell und effizient und einfach zu bedienen. Die anderen Modelle sind eher für den professionellen Einsatz gedacht.

Außerdem sollte die Größe der Pflanzblöcke berücksichtigt werden: 38 oder 50 mm Seitenlänge. Kleine Blöcke (38 mm) eignen sich für die meisten Gemüsearten (Kopfsalat, Möhren, Kerbel, Petersilie, Basilikum …) sowie für Samen einjähriger Blumen. Große Blöcke (50 mm) sind ideal für Kürbis, Zucchini, Melone, Wassermelone, Bohnen, Tomaten, Auberginen, Paprika und Chili. Eine gute Lösung ist der Kauf von zwei Erdpressgeräten mit unterschiedlichen Größen. Zum Beispiel: ein Gerät für 6 × 38 mm und eines für 3 × 50 mm.

Einige wenige Erdpressgeräte besitzen sogar einen Stiel, sodass man im Stehen arbeiten kann.

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Erdpressgeräte aus Stahl (© Wikimedia Commons)

Warum Erdpresse statt Töpfe?

Mini-Erdballen, die von selbst halten

Mit einer Erdballenpresse benötigen Sie für Gemüsejungpflanzen oder einjährige Blumen keine Töpfe oder Anzuchttöpfe mehr – weder aus Kunststoff noch aus einem anderen Material. Der Verzicht auf Töpfe bietet einige Vorteile:

  • Umweltfreundlicher;
  • Kostengünstiger;
  • Platzsparend;
  • Schnellere Aussaat: Blumenerde pressen, den Samen in die Vertiefung legen – fertig! Das spart viel Zeit, wenn Sie Dutzende oder sogar Hunderte Samen aussäen.

Ein Vorteil für Jungpflanzen

  • Die Wurzeln junger Pflanzen entwickeln sich besser und sind sichtbar;
  • Pflanzenstress und das Verletzungsrisiko für die Wurzeln beim Austopfen und anschließenden Pikieren der Keimlinge entfallen, da die Mini-Erdballen direkt in ein anderes Substrat oder in die Erde gesetzt werden.
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Die Jungpflanzen erleiden beim Umpflanzen keinen Stress

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Mini-Anzuchtballen selbst herstellen?

Einige Fachleute empfehlen spezielle Erde für Erdpresstöpfe, doch Aussaat-Blumenerde oder angefeuchteter Kompost eignen sich ebenfalls bestens. Das Substrat muss leicht und fein sein, um die Keimung zu erleichtern, frei von Pathogenen und zugleich gut wasserhaltend sowie drainierend.

  • Geben Sie die Aussaat-Blumenerde pur oder eine Mischung aus Blumenerde und Kompost in eine große Wanne;
  • Sieben Sie die Erde, um ein sehr feines Substrat zu erhalten;
  • Fügen Sie, wenn möglich, einen kleinen Anteil (unter 10 %) humusreicher Erde (sehr dunkle Erde) hinzu. Das sorgt für etwas Bindung im Substrat;
  • Durchfeuchten Sie das Substrat gründlich;
  • Mischen Sie es von Hand, bis eine weiche, aber wenig klebrige Masse entsteht;
  • Drücken Sie die Erdpresse in das Substrat, sodass es die Kammern gut füllt;
  • Halten Sie sie über Ihre Anzuchtwanne oder -schale und betätigen Sie die Feder, um die Mini-Erdtöpfe auszuwerfen.
  • Kleiner Tipp: Legen Sie die Mini-Erdtöpfe auf eine dünne Schicht leicht feuchten, feinen Sand. Der Sand sorgt für Drainage und verhindert vor allem, dass die Mini-Erdtöpfe an der Wanne kleben;
  • Legen Sie ein Saatkorn in die Vertiefung und bedecken Sie es mit etwas Blumenerde;
  • Vergessen Sie nicht, Ihre Aussaat gut zu beschriften 😉

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Aussaat in Presstopf