9 alte Gemüsesorten für den Anbau im Gartenbeet
Unsere Auswahl neu entdeckter Raritäten-Gemüse!
Inhaltsverzeichnis
Alte Gemüsesorten feiern ihr Comeback: robust, schmackhaft und leicht zu kultivieren. Entdecken Sie 9 alte, vergessene Gemüsesorten für Anfänger und Profis.
Topinambur: altes Gemüse, bienenfreundliche Blüte
Topinambur ist ein Wurzelgemüse, das für seine knolligen Knollen geschätzt wird. Ihr beiges oder rosafarbenes Fruchtfleisch hat einen feinen, leicht süßlichen Geschmack, der an Artischocke erinnert. Die Staude ist mehrjährig und zeigt im Sommer eine hübsche, bienenfreundliche, goldgelbe Blüte, die der von Sonnenblumen ähnelt.

Anbau im Gemüsegarten
Topinambur ist einfach anzubauen und wächst in jedem Boden, bevorzugt jedoch leichte, nährstoffreiche und gut durchlässige Böden. Vermeiden Sie lediglich staunasse Böden, in denen die Knollen leicht faulen. Die Pflanze gedeiht sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten. Pflanzen Sie die Knollen im Frühjahr (März bis Juni) oder im Herbst (September/Oktober). Als sehr winterhartes Gemüse kann es die kalte Jahreszeit im Boden überstehen und von November bis März nach Bedarf geerntet werden.
Welche Sorte wählen?
Unter den besonders empfehlenswerten Sorten für den Gemüsegarten ist violetter Topinambur eine gute Wahl. Er bildet Knollen mit hellvioletter Schale und ebensolchem Fruchtfleisch – ein echter Blickfang auf dem Teller. Auch Helianthus tuberosus wird Sie mit länglichen Knollen und leicht süßlichem Fruchtfleisch überzeugen.
Entdecken Sie unser ausführliches Merkblatt zum Anbau von Topinambur.
Pastinake: altes Gemüse, ideal für Anfänger
Pastinaken sind Wurzelgemüse, das wegen seiner möhrenähnlichen, jedoch weiß bis cremefarbenen Wurzeln angebaut wird. Ob als Pommes, Püree, Eintopf oder Suppe – Pastinaken lassen sich vielseitig zubereiten. Ihr Geschmack ist leicht süßlich und bei Kindern sehr beliebt. Als zweijähriges Gemüse, das einjährig kultiviert wird, ist die Pastinake ertragreich und ideal für Gartenanfänger.

Anbau im Gemüsegarten
Pastinaken sind leicht zu kultivieren und bevorzugen tiefgründige Böden, die nährstoffreich, aber nicht frisch gedüngt und locker sind. Sie sind sehr robust und kaum anfällig für Schädlingsbefall und Krankheiten. Außerdem bevorzugen sie sonnige Standorte.
Pastinaken werden von Februar bis Juni ausgesät. In Südfrankreich erfolgt die Aussaat vor Juni. Säen Sie in Reihen in gut gelockerten Boden und halten Sie ihn bis zur Keimung feucht. Beachten Sie, dass Saatgut der Pastinake nur 1 bis 2 Jahre keimfähig bleibt.
Als sehr winterhartes Gemüse beginnt die Ernte im Oktober. Die Wurzeln können jedoch im Boden bleiben und nach Bedarf geerntet werden.
Welche Sorte wählen?
Empfehlenswert ist Pastinake ‘Hablange Weisse’ aufgrund ihrer guten Widerstandsfähigkeit gegenüber winterlichen Bedingungen und Halsfäule. So können Sie den ganzen Winter über ernten. Die Pastinake ‘Demi-long de Guernesey’ ist eine weitere empfehlenswerte Sorte, die für ihren Ertrag und ihre Winterhärte bekannt ist.
Weitere Informationen finden Sie in unserem ausführlichen Merkblatt zur Pastinake.
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Melde: winterhartes Mehrjahresgemüse für Permakultur
Guter Heinrich ist ein Blattgemüse, das dem Spinat ähnelt und vor allem wegen seiner feinen, gekochten Blätter angebaut wird. Je nach Sorte ist er mehrjährig oder einjährig und bildet reichlich essbares Laub.

Anbau im Gemüsegarten
Anspruchslos gedeiht Guter Heinrich in frischem, nährstoffreichem, lockerem Boden. Er bevorzugt schattige Standorte, verträgt aber auch sonnige Lagen.
Die Pflanzung erfolgt im Frühjahr (April bis Mai) oder Herbst (September/Oktober), außerhalb von Frostperioden und großer Hitze. Einjährige Sorten werden direkt ausgesät in mit Kompost angereichertem Boden, von März bis April oder im Oktober.
Die Ernte der Blätter erfolgt vom Frühjahr bis zum Herbst.
Welche Sorte wählen?
Wenn Sie Permakultur praktizieren, werden Sie den Guten Heinrich schätzen, eine winterharte Sorte, die mehrere Jahre am selben Standort bleibt. Die Stiele der Blütenstände lassen sich wie Spargel zubereiten. Der Spinatbaum wird einjährig kultiviert und ist wegen seines dekorativen Wuchses beliebt, der den Gemüsegarten verschönert.
Mehr erfahren Sie in unserem ausführlichen Merkblatt über Guten Heinrich.
Lesen Sie auch
7 asiatische Gemüse für den Anbau im GemüsegartenKardone: alte Sorte für den Gemüsegarten
Die Kardone ist eine majestätische Gemüsepflanze, die wegen ihrer fleischigen Blattstiele angebaut wird, die blanchiert und gut zubereitet sehr schmackhaft sind. Ihr leicht bitterer Geschmack erinnert deutlich an den der Artischocke. Die ein- oder zweijährige Pflanze bildet kleine blauviolette Blüten, die wie Artischockenböden genossen werden.

Anbau im Gemüsegarten
Die Kardone lässt sich leicht anbauen, auch in kleinen Gärten. Sie ist sehr ertragreich, wenn man sie nach den letzten Frösten pflanzt (je nach Region von März bis Mai), an einem vollsonnigen Standort, in einen gut durchlässigen, humusreichen und frischen Boden. Sie ist krankheitsresistent, verträgt jedoch keine feuchten und vernässten Böden.
Die Vermehrung durch Aussaat ist unkompliziert: Die Kardone wird von April bis Mai im unbeheizten Gewächshaus ausgesät oder direkt ins Freiland, sobald sich der Boden erwärmt hat.
Die Blattstiele werden im Sommer und Herbst geerntet, nachdem sie drei Wochen blanchiert wurden.
Welche Sorte wählen?
Wenn Sie gerade beginnen, wählen Sie die dornenlose Kardone ‘Plein Blanc Inerme’. Ihre Blätter bleichen im Laufe der Saison ganz natürlich aus, ohne dass Sie etwas dafür tun müssen, und sie hat keine Dornen. Kurz gesagt: Mit dieser seltenen Perle gehen Sie kein Risiko ein.
Mehr erfahren Sie in unserem ausführlichen Merkblatt zur Kardone.
Kohlrabi: Altes Gemüse mit überzeugendem Nährwert und Geschmack
Kohlrabi ist eine Kohlart mit vielen geschmacklichen und ernährungsphysiologischen Vorzügen. Die Knollen haben ein sehr feines Aroma, das ein wenig an Haselnuss erinnert. Das einjährige Gemüse ist kalorienarm, aber reich an Vitaminen, Ballaststoffen und Mineralstoffen.

Kohlrabi im Gemüsegarten anbauen
Kohlrabi ist einfach anzubauen und erfreulich widerstandsfähig gegen Krankheiten. Er benötigt jedoch einen tiefgründigen, feuchten Boden und gut gedüngte Erde, die zuvor mit Kompost oder reifem Mist angereichert wurde. Ein Fruchtwechsel hilft, Kohlhernie zu vermeiden.
Die Aussaat ist über einen langen Zeitraum möglich, von März bis Mitte Juli, je nach Sorte. Gepflanzt wird im Garten zwischen Mitte April und Ende August.
Die Ernte beginnt etwa 75 Tage nach der Aussaat, zwischen Juli und November.
Welche Sorte wählen?
Am bekanntesten ist wohl der Kohlrabi Lanro Blanc, der jedoch vielleicht nicht der interessanteste ist. Wählen Sie den Kohlrabi Azur Star wegen seiner herrlichen violetten Farbe und seines zarten, schmackhaften, nicht holzigen Fleisches. Probieren Sie den Anbau von Kohlrabi Superschmelz, einer außergewöhnlichen Sorte mit riesigen Knollen, die bis zu 10 kg schwer werden können, ohne an Geschmack zu verlieren.
Mehr erfahren Sie in unserem Merkblatt für erfolgreichen Kohlrabi-Anbau.
Steckrübe: altes, ertragreiches, nahrhaftes Gemüse
Steckrübe, manchmal mit der Rübe verwechselt, ist ein Herbst- und Wintergemüse. Als einjährige Pflanze wird sie wegen ihrer Knollen angebaut, die weiß, gelb, grünlich oder violett sein können. Das zarte Wurzelfleisch schmeckt erdig und wird gekocht verzehrt, etwa als Suppe, gebraten, als Püree oder Eintopf.

Anbau im Gemüsebeet
Steckrüben lassen sich leicht anbauen, gut lagern und sind wenig krankheitsanfällig. Als Starkzehrer pflanzt man sie an einen sonnigen Standort in gut gedüngte, feuchte, lockere Erde.
Steckrüben lassen sich im Sommer (Juni bis August) durch Direktsaat ins Freiland ohne Schutz vermehren.
Die Ernte erfolgt von Oktober bis Dezember.
Welche Sorte wählen?
Wenn Sie Wert auf hohen Ertrag legen, wählen Sie ohne Zögern Steckrübe Champion oder Steckrübe Wilhemsburger. Diese beiden winterharten Sorten werden Sie begeistern. Feinschmecker schätzen jedoch besonders Steckrübe Brora mit zartem, mildem Fruchtfleisch ganz ohne Bitterkeit.
→ Alles über Steckrüben in unserem ausführlichen Ratgeber
Üfo-Kürbis: schöne alte Sorte für kleine Gärten
Der Üfo-Kürbis ist ein Veredelter Garten-Kürbis mit einer schönen, sternförmigen, gewölbten Form und unzähligen Farben. Dieses Fruchtgemüse wird je nach Sorte als einjährige oder zweijährige Pflanze kultiviert. Der Üfo-Kürbis schmeckt angenehm nach Artischockenboden.

Anbau im Gemüsegarten
Der leicht zu kultivierende Üfo-Kürbis ist ein nährstoffbedürftiges Gemüse, das sonnige Standorte sowie nährstoffreiche, lockere und feuchte Böden schätzt.
Er wird jedes Jahr zwischen März und April im Haus oder zwischen April und Mai direkt an Ort und Stelle ausgesät (je nach Region), sobald keine Frostgefahr mehr besteht.
Für eine gute Fruchtbildung benötigt er viel Wasser und wird zwischen August und November geerntet.
Welche Sorte wählen?
Bevorzugen Sie Üfo-Kürbis Croblan, warzenförmigen, panaschierten Üfo-Kürbis und orangen Üfo-Kürbis, die nicht rankende oder halbrankende Sorten sind. Sie eignen sich daher besonders für kleine Gemüsegärten auf Balkon oder Terrasse.
Alte Tomaten: oft imitiert, nie erreicht
Die Tomate ist ein Fruchtgemüse und zählt weltweit zu den meistverzehrten Gemüsesorten. Alte Sorten bieten ein besonders intensives Aroma. Die zahlreichen alten Sorten der Tomate begeistern mit unzähligen Formen, Farben und Geschmacksrichtungen. Unter unseren klimatischen Bedingungen werden sie alle einjährig kultiviert.

Anbau im Gemüsegarten
Tomaten sind leicht zu kultivieren, an einem vollsonnigen Standort und in reichhaltigem, drainierendem Boden. Obwohl sie regelmäßig gegossen werden müssen, vertragen sie keine Staunässe, die den Befall mit Krautfäule begünstigt.
Tomaten lassen sich leicht vermehren und werden jedes Jahr von Mitte Februar bis Mitte Mai im Haus oder im beheizten Gewächshaus in Anzuchtschalen bei 20 °C ausgesät. Die Jungpflanzen werden pikiert und nach den letzten Frösten ins Freiland gepflanzt.
Je nach Sorte, von früh bis spät, reicht die Tomatenernte von Mai bis September.
Welche Sorte wählen?
Entdecken Sie die echte Fleischtomate ‘Coeur de Boeuf’, eine alte, sehr fleischige, saftige und süße Sorte mit großen Früchten – ideal für gefüllte Tomaten, kalte Suppen und Carpaccio. Als perfekte Ergänzung für Ihre Aperitifs bauen Sie am besten die Tomate ‘German Lunch Box’ an, die kleine Früchte mit rosafarbener Epidermis hervorbringt. Wer Säure nicht verträgt, sollte die Tomate ‘Noire de Crimée’ wählen, deren sehr mildes, braunrotes Fruchtfleisch den Gaumen erfreut. Wählen Sie die Tomate ‘Green Zebra’ – einfach einzigartig. Mild, leicht säuerlich und zartschmelzend, überrascht sie mit einer anisgrünen, orangegelb geäderten Epidermis und smaragdgrünem Fruchtfleisch.
Mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber für erfolgreichen Tomatenanbau.
Stangenbohne: samenfestes Gemüse gegen Verschwendung
Stangenbohnen sind kräftige Gemüsepflanzen mit sehr hohem Ertrag. Da sie nicht winterhart sind, werden sie in unseren Breiten einjährig kultiviert. Wie bei Zuckerschoten können die Samen und die unreife Schote der Stangenbohnen verzehrt werden, wodurch Lebensmittelverschwendung vermieden wird. Außerdem sind sie dank ihrer schönen, farbenfrohen Blüte sehr dekorativ.

Anbau im Gemüsegarten
Stangenbohnen wachsen schnell und aufrecht, sie sind einfach zu kultivieren und zeichnen sich durch eine sehr gute Krankheitsresistenz aus.
Ab Mitte März werden sie bei 15 °C unter Glas ausgesät oder ab April (im Süden) bis Mai ins Freiland gesät, wenn sich der Boden gut erwärmt hat. Stangenbohnen müssen gestützt werden.
Die Ernte frischer Samen oder junger Schoten beginnt 60 Tage nach der Aussaat (von Mai bis Oktober), während die Ernte trockener Samen 90 Tage nach der Aussaat einsetzt.
Welche Sorte wählen?
Lassen Sie sich von der Stangenbohne Soissons gros blanc begeistern, die für ihre cremig schmeckenden Samen und ihre hohe Winterhärte bekannt ist. Um Ihre Kinder zu begeistern, setzen Sie auf die originelle purpur-weiß marmorierte Färbung der Stangenbohne Borlotto Lingua di Fuoco. Ihre Mission gelingt mit der Stangenbohne Merveille de Venise, einer prächtigen Sorte gelber, zarter Mangetout-Stangenbohnen mit goldgelben Schoten und zartschmelzendem Fruchtfleisch.
Mehr erfahren Sie in unserem Beitrag über 5 gute Gründe für den Anbau von Stangenbohnen.
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