Salat: die Qual der Wahl!
Salatarten im Überblick: Sorten, Aromen und Texturen
Inhaltsverzeichnis
Salat: Das meistgegessene Blattgemüse Frankreichs überrascht mit großer Vielfalt. Rund 2.000 Sorten warten auf Sie – nach Geschmack, Saison und Standort.
Kopfsalat-Familie: meistverzehrte Salate
Beginnen wir unser Verzeichnis der verschiedenen Salate mit dem Kopfsalat (Lactuca sativa). Als Vorfahre des Salats gilt der Kopfsalat, den bereits die Ägypter 4500 Jahre v. Chr. genossen. Er stammt vermutlich aus dem Nahen Osten und Westasien. Er hat also im Laufe der Jahrhunderte eine lange Entwicklung durchgemacht und wurde durch Hybridisierung und Kreuzungen immer weiter verbessert. Sein Name geht auf das lateinische Wort „lacta“ für Milch zurück. Denn die Wildform unseres Kopfsalats hatte lange Stängel, die nach dem Abschneiden einen weißlichen Saft absonderten, dem eine schlaffördernde Wirkung zugeschrieben wurde.
Heute gibt es fast 200 Kopfsalatsorten. Ihre Blätter sind knackig, zart oder schmelzend, glatt oder blasig und grün, rot oder leicht blond gefärbt.
Hier sind die verschiedenen Kopfsalattypen:
- Der Kopfsalat: Auch Butterkopfsalat genannt, bildet er einen runden, manchmal leicht abgeflachten Kopf aus glatten, sehr zarten Blättern. Sie sind grün, mehr oder weniger dunkel, rot überhaucht oder fast vollständig rot. Zu den Sorten zählen ‘Merveille des quatre saisons’, ‘Grosse Blonde Paresseuse’, ‘Reine de Mai’ zur Aussaat von Februar bis Juli, der frühe ‘Gotte jaune’ (Aussaat von Januar bis April) sowie Winter-Kopfsalat wie ‘Bourguignonne’ und ‘Merveille d’Hiver’
- Der Bataviasalat: Er bildet knackige, aber zarte, gewellte und stark geaderte Blätter mit gezähntem Rand. Sein Kopf ist etwas länglicher als der von Kopfsalat. Zu den besten Sorten zählen ‘Rouge Grenobloise’, ‘Blonde de Paris’, die treffend benannte ‘Kinemontepas’, die widerstandsfähige ‘Reine des Glaces‘ sowie ‘Pierre Bénite’ mit blonden Blättern
- Der Römersalat hat sehr knackige Blätter mit einer dicken Mittelader. Beliebt sind ‘Chicon du Père Vendi’, ‘Romaine d’Hiver’ (Aussaat von August bis September) und ‘Verte Grasse’ (Aussaat von März bis Juni)
- Der Schnittsalat: Dieser Salat bildet keinen Kopf; seine Blätter werden nach Bedarf geschnitten. An ‘Feuille de Chêne’ kommt man natürlich kaum vorbei. Auch Sorten wie ‘Lollo Rossa‘ mit rot überhauchten Blättern und ‘Salad Bowl’ in Grün und Rot sind einen näheren Blick wert.

Die verschiedenen Kopfsalattypen: Kopfsalat, Bataviasalat, Römersalat, Schnittsalat und Pflücksalat
Alles Wissenswerte über Kopfsalat:
Chicorée-Familie: Salate voller Vielfalt
Als zweite große Salatgruppe umfasst die Chicorée-Gattung (Cichorium) Kulturformen und wilde Arten mit leicht bitteren Blättern. Die Gattung Cichorium teilt sich in zwei Arten: Cichorium endivia und Cichorium intybus. Hier wird es etwas kompliziert! Cichorium endivia umfasst Escariol und Frisée, nicht aber Chicorée, der zur Art Cichorium intybus gehört. Zu dieser Gruppe zählen auch wildere Chicoréeformen. Aber der Reihe nach …

Chicorée-Salate: Escariol, Frisée, Chicorée und wilde Chicorée
- Der Escariol: Dieser Salat bildet eine sehr große, lockere Rosette aus Blättern mit gewellten Rändern, die von Natur aus bleichen. ‘Géante Maraîchère’ wird von Mai bis August gesät, ebenso wie ‘Grosse Bouclée’. Auch ‘Cornet d’Anjou’ und ‘Cornet de Bordeaux’ sind erwähnenswert; beide sind sehr frosthart
- Die Frisée: Dieser Salat bildet eine dichte, kompakte Rosette aus krausen, sehr knackigen Blättern. ‘Frisée fine de Louviers’ ist frühreif, während ‘Frisée de Ruffec’ von Mai bis August gesät wird. ‘Très Fine Maraîchère’ eignet sich perfekt für die Sommerernte
- Der Chicorée: Dabei handelt es sich um Witloof-Chicorée, der zum Bleichen angetrieben werden muss, damit sich hellgelbe, verdickte Triebe bilden. Die Wurzeln werden im Oktober oder November ausgegraben und anschließend in eine mit Erde, Blumenerde und Sand gefüllte Kiste gesetzt, im Dunkeln bei 12 bis 15 °C
- Wilde Chicorée: Diese Salate wachsen aufrecht und umfassen einige Kultivare wie ‘Barbe de Capucin’ mit bitterem, tief eingeschnittenem Laub, ‘Pain de Sucre’ mit dicht stehenden Blättern, die einen festen Kopf bilden, oder italienische Chicorée-Sorten mit tiefroten Köpfen (‘Rouge de Vérone’ und ‘Rouge de Trévise’)
Schöne italienische Salate

‘Biondissima Da Trieste’ (©La Ferme de Sainte-Marthe), Chicorée ‘Catalogne Punterella du Galatina’ und ‘Catalogne Punterella du Galatina’
Neben ‘Rouge de Vérone’ und ‘Rouge de Trévise’ bietet Italien weitere entdeckenswerte Chicorée-Sorten. Die alte Sorte ‘Grumolo Verde’ bildet runde, breite Blätter. Aussaat von April bis Juni, Ernte von Juni bis August. ‘Biondissima Da Trieste’ bildet Köpfe aus breiten, ganzen, runden Blättern. Chicorée ‘Catalogne di Chioggia’ hat Löwenzahn-ähnliche Blätter. Chicorée ‘Catalogne Punterella du Galatina’ zeichnet sich durch einen spitzen Kopf und spargelähnliche Blütentriebe aus, die im September und Oktober geerntet werden.
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15 SommersalateWeitere ausgefallene Salate für mehr Abwechslung
Unseren Salat kann man nicht erwähnen, ohne weitere Sorten mit unverwechselbarem Geschmack vorzustellen:
- Rucola mit seinen scharf-würzigen, pfeffrigen Blättern. Sie können Raukenähnlichen Doppelsamen oder Salat-Rauke säen
- Feldsalat: der klassische Wintersalat mit seinen kleinen, löffelförmigen, tiefgrünen Blättern. Auch hier gibt es Sorten mit großen Samen, die von August bis Oktober oder November gesät werden, sowie klein-samige Sorten zur Ernte den ganzen Winter über
- Kresse gibt es in drei verschiedenen Arten: Gartenkresse, Echte Brunnenkresse und Grünkresse. Alle zeichnen sich durch einen scharf-würzigen, pfeffrigen Geschmack aus
- Portulak: ein Kraut mit sehr knackigen Blättern und mildem Geschmack
- Krähenfuß-Wegerich: eine Gemüsepflanze mit schmalen, salzig schmeckenden Blättern, die eine ausgebreitete Rosette bilden

Rucola, Feldsalat, Kresse und Portulak verdienen einen Platz im Gemüsegarten
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